„Fundamental neu ist am Astra nichts, doch für die hierzulande durchaus vorhandene Selbstzünder-Community ist allein der Fortbestand des Diesels eine gute Nachricht. Auf Testfahrt gefällt der 1,5-l-Vierzylinder weiterhin mit Souveränität – und nun auch mit Klavierlack-Abstinenz.“ Zu diesem Ergebnis kommt die „auto-zeitung“ (Ausgabe 16. Juli 2026) nach einer Testfahrt mit dem überarbeiteten Opel Astra.
Insgesamt habe Opel nur behutsam Hand angelegt am Bestseller. „Der Electric darf sich über eine vergrößerte Batterie und damit mehr Reichweite freuen, die Verbrennerantriebe bleiben derweil unangetastet. Bedeutet: Die Kundschaft kann zwischen einem 1,2-l-Mildhybrid mit 145 PS (107 kW), einem 1,6-l-Plug-in-Hybrid mit 196 PS (144 kW) sowie 84 km E-Reichweite und dem 1,5-l-Diesel mit 130 PS (96 kW) wählen, in dem wir bei unserer Testfahrt Platz nehmen“, so der Bericht.
Im Astra Diesel Facelift übertrage serienmäßig eine Achtstufen-Automatik die Kraft an die Vorderräder. Wer es ganz genau wissen will, schalte im Manuell-Modus über Schaltwippen hinter dem Lenkrad, wobei der Opel selbst bei höherer Drehzahl nicht in den Automatik-Modus wechsele wie mancher Konkurrent – inwieweit dieses Feature bei einem Alltags-Diesel tatsächlich genutzt werde, sei dahin gestellt, doch es schadet nicht.
Für heutige Verhältnisse würden 130 PS im Datenblatt eines Kompakten zwar beinahe schwachbrüstig wirken, doch der selbstzündende Vierzylinder des Astra fahre überraschend souverän. „Das Klangbild fällt eher rau aus, was wir jedoch bei unserer Testfahrt nicht als aufdringlich empfinden. Vielmehr wirkt der ab 35.040 Euro erhältliche Diesel wie ein solider Alltagsbegleiter, der einen flott von A nach B bringt und übliche Transportaufgaben problemlos bewältigt“, so die „auto-zeitung“.
Eine spannende Neuerung befinde sich im Innenraum: Rüsselsheim habe die umstrittene Klavierlack-Optik von Mittelkonsole und Lenkrad verbannt. Für die "auto-zeitung" eine überfällige Maßnahme, zumal die grau-mattierten Oberflächen bei der Testfahrt einen angenehmeren und hochwertigeren Eindruck hinterließen (von Fett- und Kratz-Anfälligkeit des alten Materials ganz zu schweigen). Das Bediensystem gefalle weiterhin durch physische Tasten in der Mittelkonsole und am Lenkrad sowie eine klare Menüführung über die jeweils serienmäßigen 10,0-Zoll-Cockpit- und Zentraldisplays.
Das Platzangebot vorne lasse keine Wünsche offen und lade in Verbindung mit den serienmäßigen neuen „Intelli-Sitzen“ auch zu längeren Touren ein. Etwas enger, aber noch immer akzeptabel gehe es im Fond zu, wobei davon abgeraten sei, zwei Personen über 1,85 m Körpergröße hintereinander zu platzieren. „Der Kofferraum fällt selbst im gefahrenen Hatchback geräumig aus, fasst mit 422 bis 1339 Litern eine Menge Ladung und wirkt obendrein gut nutzbar.“ (konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, Juli 2026)
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